Gerhard Engelmayer zum Jahreswechsel

Möge das Neue Jahr 2021 ein wenig mehr Normalität und Gelassenheit mit sich bringen.
Das alte Jahr 2020 ist zwar eine schöne Zahl gewesen, aber ein elendes Jahr mit vielen Ängsten und Schwierigkeiten, zuletzt aber mit einer Schuldenlast, die noch unsere Enkelkinder abzutragen haben werden.

Aus der geschichtlichen Sicht, z.B. aus der Perspektive 2040 ist es ein erfolgreiches Jahr gewesen. Wir haben die alte Regierung losgebracht. Bei der Vorstellung der Auswirkungen dieser alten türkis blauen Regierung packt uns das nackte Grauen. So ist alles noch mal gut gegangen. Die Pandemie wird dann auch nur als eine Delle in der Wirtschaftsgeschichte im Gedächtnis bleiben.

Aus Sicht der Humanisten wird das Sterbehilfe-Urteil des Verfassungsgerichtshofs als Markstein in der Entwicklung eines liberalen Rechtssystems mit Blick auf die Selbstbestimmung des Menschen in Erinnerung bleiben. Das setzt Maßstäbe für die Zukunft und wird daher kaum mehr zurückzudrehen sein. Aber wir müssen auf der Hur sein, denn die Ultra-Konservative hat Einfluss in der Regierung und im Parlament. Das hat die Gebetsstunde gezeigt.

Der Fokus muss in Hinkunft auf der Vermeidung einer Orbanisierung Österreichs liegen. Österreich ist jetzt schon stark im Einflussbereich der Kath-Staaten Polen und Ungarn. Wir müssen alles daransetzen, klarzustellen, dass unser Volk säkular regiert werden will und in keinem Fall politisch in diese Richtung gehen will.

Humanistischer Verband Österreich