Persönlichkeitsentwicklung

Persönlichkeits-entwicklung

Volk und Knecht und Überwinder,
Sie gestehn, zu jeder Zeit:
Höchstes Glück der Erdenkinder
Sei nur die Persönlichkeit.

Jedes Leben sei zu führen,
Wenn man sich nicht selbst vermißt;
Alles könne man verlieren,
Wenn man bliebe, was man ist.

Johann Wolfgang von Goethe
Quelle: Goethe, J. W., Gedichte. West-östlicher Divan, 1814 – 1819. Buch Suleika

Wenn die Individualität des Menschen hoch geachtet wird spielt auch seine Persönlichkeit eine große Rolle. An ihr zu arbeiten ist ein Leben lang die edelste Aufgabe des Humanisten. Dabei gibt es Eigenschaften, die wir von den Eltern genetisch übernommen haben und andere, die wir durch unsere Umwelt aufgenommen haben und die uns geprägt haben. Mit den genetischen Gegebenheiten müssen wir uns weitgehend abfinden, aber die Prägungen, die wir schon im Kindesalter bekommen haben, können und sollen wir ständig hinterfragen.

Die Persönlichkeit soll sich entwickeln, ein Fortschritt kann sehr befriedigend für den ganzen Menschen sein. Wichtig ist die positive Einstellung zur Veränderung, zur Weiterentwicklung und zur Selbstreflexion. Damit kann man die eigenen Möglichkeiten am besten umsetzen.

Die konsequente Arbeit an den humanistischen Fundamenten erleichtert die positive Persönlichkeitsentwicklung und bringt die Menschen ins Lot. Bestimmte Prägungen können wie Gitterstäbe wirken, die für uns zur Welt zunächst gehören und uns Sicherheit vermitteln wie unsere Familie. Solange bis wir begreifen, dass Gitterstäbe den Sinn haben, unsere Freiheit zu beschränken.

Seine Persönlichkeit zu entwickeln, heißt daher:

  • dass wir als Mensch selbstbewusster und unserer selbst sicherer werden,
  • dass wir lernen, Probleme als Herausforderung anzusehen, an denen wir wachsen können
  • dass wir lernen, die Wirklichkeit als unsere Wirklichkeit zu sehen. Das macht uns offener und toleranter
  • dass wir selbstbestimmt agieren und weniger abhängig von anderen sind, dass wir uns selbst in vielen Situationen helfen können und dass wir lernen, Krisen und Probleme zu bewältigen (Resilienz Steigerung),
  • dass wir verantwortlicher mit uns selbst und anderen Menschen umgehen, dass wir offener werden (ohne uns zu verletzlich zu machen),
  • dass wir uns selbst besser kennenlernen und verstehen (griech. Gnothi seauton)
  • dass wir uns unserer Umwelt und Nachwelt bewusst werden und danach handeln

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Hausverstand
Eine Welt voll unvorstellbarem Leid: Ein allmächtiger Gott steht dem gleichgültig gegenüber, dann ist er nicht allgütig. Ist er nicht gleichgültig, dann ist er nicht allmächtig und nicht Gott.
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Jede Theorie muss falsifizierbar sein, sonst ist die Aussage nicht verbindlich. Alle religiösen Offenbarungen sind gesetzt. Sie sind keine nachprüfbaren Aussagen. Jede Zweit- und Drittrealität führt zum gedanklichen Chaos.
Sprache
Der Alltag ist durchdrungen von Denkmustern, Traditionen und Begriffen der Religionen. Wer die Sprache diktiert, hat die Hirne in der Hand.
Geschichte
Die Geschichte der Religionen ist eine unfassbare Ansammlung von schweren Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Soziologie
Menschen lassen sich auf kolossale Dummheiten ein, wenn sie nur zusammen sein können. Gemeinschaft geht vor Logik und Stringenz.
Ethik
Der Mensch ist kein Sünder, sondern er ist wie er ist. Er kann sich seine Regeln sehr gut selbst geben und sie auch den Umständen anpassen.
Religion
Heilige Bücher sind eine Ansammlung von grausamsten Strafandrohungen und Strafphantasien für Nichtgläubige und Nicht-Angepasste.
Pädagogik
Kindern sollte man die Welt erklären, und sie nicht verwirren. Kinder zu prägen ist Unrecht, Geist wie Körper. Niemand prägt mehr den Körper, wie früher, aber indoktriniert wird noch.
Politik
Religion ist Auslegungssache, alles ist vage, damit ist sie das Einfallstor für Willkür. In der Politik ist Religion Gift. Erfolgreiche Staaten trennen Politik und Religion konsequent.
Naturwissenschaft
Die Evolution erklärt die Entstehung des Menschen. Andere Erklärungen sind komplizierter und überflüssig.